| URZ, Abt. Anwenderberatung, U. Kehl |
Halle,
den
14.11.2001
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Farbe Was ist eigentlich Farbe? Physikalisch gesehen, sind Farben Mischungen von Licht ganz bestimmter Wellenlängen. Licht kann z. B. durch ein Glasprisma in seine Spektralfarben zerlegt werden, siehe Abbildung rechts. |
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Die Farbe eines Objektes hängt nun davon ab, welche Anteile des Spektrums in welcher Menge reflektiert, durchgelassen oder ausgestrahlt werden. |
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Farbtemperatur Farbe des Lichtes, daß ein erhitzter idealer schwarzer Körper abstrahlt. |
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FarbSpektrum Zusammensetzung des Lichtes aus Wellen verschiedener Länge. |
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| theoretusch weißes Licht | Tageslicht | Normlicht D50 | Leuchtstoffröhre |
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Gamut Menge aller Farben (Farbraum), die von einem Gerät produziert werden, bzw. vom Menschen wahrgenommen werden können. |
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Modernes Farbmanagement hat zwei Ziele:
| Farbtreue Reproduktion von Grafiken und Bildern, unabhängig von Ein- oder Ausgabegerät | |
| Farbkorrektur ohne direkten Eingriff des Anwenders |
| Faktor | Eingabe | Bearbeitung | Ausgabe | Betrachtung |
|---|---|---|---|---|
| Geräteeigenschaften (individuell und systematisch) | Gamut und Fehler des Eingabegerätes | Gamut und Fehler des Monitors | Gamut und Fehler des Ausgabegerätes | |
| Farbtemperatur des Weißpunktes | Farbtemperatur des Scannerlichtes | Farbtemperatur des Monitors | Farbe des Papiers | |
| Farbe in Zusammensetzung und Menge | Umrechnungen der Software zwischen den einzelnen Farbräumen/ Farbmodellen | Pigmente und Konzentration der Tinte/Farbe | ||
| Beleuchtung | Farbe und Intensität der Beleuchtung |
Absolute Lösung ist unmöglich, z. B. durch verschiedene Gamut-Bereiche und unvorhersehbare Beleuchtung bei Betrachtung der Drucke. Durch folgende Mittel und Methoden wird versucht, den Fehler zu minimieren:
| Geräte- und Einstellungsabhängige Geräte-Profile | |
| einheitlichem Color Management Module (CMM) zur Umrechnung der Farbräume unter Beachtung der Profile | |
| Bezugnahme auf einen einheitlichen und genormten Farbraum (CIE L*a*b), dem Gamut des Durchschittsbetrachters |
| absolut farbmetrisch | Farbwerte bleiben absolut erhalten incl. der Farbtemperatur des Mediums, z. B. beim Proof-Druck (Drucksimulation), Machbarkeit setzt einen absolut größeren Gamut des Ausgabegerätes voraus | |
| relativ farbmetrisch | Wie absolut, aber die Weißpunkte von Quell- und Zielmedium werden aufeinander abgebildet, d. h. es findet eine Verschiebung der Farbwerte insgesamt statt. | |
| wahrnehmungs- orientiert |
Die physikalisch nicht darstellbaren Farben werden so wiedergegeben, daß der Originaleindruck nicht verändert wird. Praktisch heißt dies, daß der kleinere Gamut vollständig in den Größeren skaliert wird. (Druck von Fotos) | |
| sättigungs- orientiert |
Farben behalten ihre Sättigung, werden aber in der Farbe verändert. Praktisch werden Farben außerhalb des Gamut auf die nächstgelegene Farbe im Gamut abgebildet (Grafiken und Diagramme). |
| CorelDRAW 9 - Aufbaukurs |